Satteldach

Wenn es einen Klassiker unter den Dachformen gibt, dann ist es das Satteldach. Die meisten Häuser in Deutschland sind mit einem Satteldach ausgestattet. Bei dieser Dachform laufen zwei gleich große Dachschrägen von den größeren Hauptseiten eines Hauses aufeinander zu und treffen am Dachfirst zusammen. Die Neigung der Schräge liegt in den meisten Fällen zwischen 30 und 60 Grad. Vom Aufbau her ist das Satteldach die einfachste Variante. Genau aus diesem Grund wird das Satteldach auch bei den meisten Häusern verwendet.

Das Satteldach im Garten

Das Satteldach, das sich an den Wohnhäusern schon lange bewährt hat, ist auch für die Gartenhäuser eine beliebte Dachform. Da dieses Dach sehr einfach zu bauen ist, ist es bei den Gartenhäusern sehr häufig anzutreffen. Das Satteldach hat sich seit vielen Jahrhunderten in Mitteleuropa bewährt, nicht nur weil es praktisch und zuverlässig ist, sondern auch weil es eine preiswerte Alternative zu anderen Dachformen ist. Genau wie bei den Wohnhäusern besteht auch das Satteldach für das Gartenhaus aus zwei entgegengesetzten Dachflächen, die schräg aufeinander zulaufen. Dort wo beide Kanten sich treffen, ist der Dachfirst. Diese Dachformen können handwerklich geschickte Gartenbesitzer auch selber bauen. In den meisten Fällen wird das Satteldach als so genanntes Pfetten- oder Sparrendach ausgeführt. Welche Neigungswinkel die Dachseiten haben, kann individuell gestaltet werden. Das Satteldach ist die Dachform, die selbst starken Regen und viel Wind gut abhalten kann. In Gegenden, wo erfahrungsgemäß immer viel Wind herrscht, werden Satteldächer mit einem relativ hohen Neigungswinkel bevorzugt. An den steilen Dächern kann der Regen hervorragend abgleiten und hinterlässt am Dach keinerlei Schäden. Dafür werden in Gegenden, wo mit viel Schnee gerechnet wird, die Dächer mit einem niedrigeren Neigungswinkel ausgeführt. Das hat den Vorteil, dass die Schneemassen nicht unkontrolliert abrutschen können, sondern auf dem relativ flachen Dach verbleiben. Da die meisten Gartenhäuser recht niedrig sind, kann bei zu viel Schnee korrigierend eingegriffen werden.

Einfach, aber sicher

Das Satteldach ist eine einfache Konstruktion, bei der die Dachflächen in den meisten Fällen rechtwinklig sind. Dadurch, dass das Satteldach weniger komplizierte Details aufweist als andere Dachformen, ist der Arbeitsaufwand nicht so hoch und mögliche Schäden am Dach sind schnell wieder repariert. Ein weiterer Vorteil des Satteldaches ist die Möglichkeit, den zusätzlich entstehenden Raum unter dem Dach auszubauen. Möglich ist es, je nach Größe des Gartenhauses, hier einen zusätzlichen Schlafraum zu schaffen oder zusätzliche Ablageflächen. Damit dürfte das Satteldach bei den Dachformen eine der wenigen Konstruktionen sein, die besonders zweckmäßig, aber auch besonders wirtschaftlich ist. So ist es kein Wunder, dass das Satteldach, sehr häufig bei den Gartenhäusern anzutreffen ist.