Das Gartenhaus im Winter und Sommer schützen

Holz ist ein Naturstoff, organisches Material. Das heißt, es ist den Witterungseinflüssen ausgesetzt und kann auch von Schädlingen befallen werden. Dadurch verändert es seine Materialbeschaffenheit. Im schlimmsten Fall zerfällt es und das Gartenhaus wird unbrauchbar. Deshalb sollten Besitzer eines Gartenhauses einige Vorsichtsmaßnahmen treffen, damit sich seine Lebenszeit nicht verkürzt.

Feuchtigkeit

Um die Oberflächen im Inneren zu schützen, sollte ein Gartenhaus regelmäßig gut durchlüftet werden, gerade nachdem sich Personen dort aufgehalten haben. Wenn sich Staufeuchte im Inneren absetzt, dann fördert das die Schimmelbildung. Auch nach einer Reinigung der Oberflächen mit warmem Wasser und Seife sollte noch einmal gut gelüftet werden. Wenn nötig sollte auch mit einem Wärmestrahler dafür gesorgt werden, das Feuchtigkeit verdunstet und abziehen kann.

Sonnenlicht

Auch Sonnenlicht setzt dem Holz zu. Es fördert Oxidationsprozesse und lässt das Holz schrumpfen. Deshalb sollten alle Teile, die der Sonnen ausgesetzt sind geschützt werden. Um dies zu gewährleisten, bietet sich eine Grundierung mit anschließender Lackschicht an, wie eine Lasur. Die meisten Anstriche müssen zwei Mal aufgetragen werden. Da auch dieser Schutz aufgrund von Witterungseinflüssen mit der Zeit rissig wird und absplittert, ist es sinnvoll ihn einmal im Jahr zu erneuern. Zuvor muss der Grund mit einer Drahtbürste oder einem Schleifgerät abgetragen werden. Ein gründlicher Auftrag verbessert den Schutz.

Ölhaltige Farben

Für den Holzschutz der Außenflächen haben sich ölhaltige Farben bewährt. Sie ziehen tiefer in das Holz ein und blättern oder schuppen nicht ab. Im Angebot sind sowohl deckende als auch transparente Anstriche. Wer sich für einen deckenden Anstrich entscheidet, sollte vorher die Holzoberfläche gründlich abschleifen. Wenn die Holzoberflächen zur Geltung kommen sollten, sind transparente Anstriche die bessere Wahl. Der Vorteil ölhaltiger Farben liegt in der langen Lebenserwartung. Wird bei Lacken und Lasuren ein jährlicher Neuanstrich empfohlen, so behalten ölhaltige Farben ihre Schutzfunktion bis zu vier Jahre lang. Die Ergiebigkeit der Farben ist relativ groß, sodass sie angesichts der deutlich längeren Schutzwirkung sogar günstiger sind als herkömmliche Schutzanstriche.

Beim Aufbau

Viele wichtige Schutzmaßnahmen sollten schon beim Aufbau eines Gartenhauses beachtet werden. Kleinere Modelle liegen auf Fundamenthölzern. Ein Kiesbett kann diese vor aufsteigender Nässe schützen und verbessert die Tragfähigkeit des Baugrunds. Eine Sperrschicht, zum Beispiel aus Bitumenpappe, kann verhindern, dass aufsteigende Nässe über die Fundamentbalken bis zu den Dielen gelangt. Diese sollten vor dem Einbau von beiden Seiten mit einer Lasur gestrichen werden. Die Gefahr von Schimmelbildung an der Unterseite des Bodens ist relativ groß. Denn hier ist es dunkel und Feuchtigkeit kann sich sammeln. Deshalb kann es ratsam sein, die Dielen an der Unterseite zusätzlich mit einem Schutzanstrich gegen Pilze zu versehen. Was sich hier am besten eignet, sollte bei einem Experten im Baumarkt oder bei einem Handwerker erfragt werden.

Schimmel

Sollte sich dennoch einmal Schimmel im Innenraum oder an den Außenteilen bilden, ist der Rat eines Experten gefragt. Schimmel ist nicht gleich Schimmel und muss unterschiedlich bekämpft werden. Bei einem oberflächlichen Befall genügt es meist, ein Schimmelgift aufzutragen. Hier sollten aber die Sicherheitsvorschriften des Herstellers beachtet werden. Ist der Schimmel ins Holz eingedrungen, dann ist manchmal auch der Austausch des befallenen Teils nicht zu vermeiden.